Was verdienen Berufseinsteiger in Südtirol und können sie davon leben?
Aktuelle statistische Daten zeigen, dass das Gesamteinkommen der Bevölkerung in Südtirol im Durchschnitt gestiegen ist. Doch was bedeutet das konkret für junge Menschen in Südtirol? Können sie von ihrem Gehalt auch leben? In diesem Blogartikel hat Karriere Südtirol diese Fragen für dich genauer reflektiert. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren – inklusive 6 Gehaltseinblicke und einem Fallbeispiel mit Einkommen-Ausgaben-Gegenüberstellung.
1️⃣ Berufsbilder und Gehälter in Südtirol

Hier Einblick in unsere Gehaltstabelle. Mit den jeweiligen Gehaltsbereiche: Vom Einstiegsgehalt bis zur potenziellen Gehaltsentwicklung bei zunehmender Berufserfahrung:

Neugierig, was andere Berufsgruppen verdienen? Dann schau gerne mal in unsere Videoclip-Serie „Was verdient ein X“ rein.
Wie hoch ein Einstiegsgehalt ausfällt, hängt nicht zwingend nur von der Branche ab. Die Beobachtungen unserer Talentberaterinnen zeigen, dass für die Höhe eines Einstiegsgehaltes die eigene Motivation, Präsentation und auch die Berufserfahrungen zählen. Sich während der Ausbildung Zeit zu nehmen für relevante, praktische, aber auch persönlichkeitsbildende Erfahrungen, spielt hier eine entscheidende Rolle. Das kann beispielsweise für Studierende bedeuten: Besser ein Semester länger studieren, aber dafür auch gezielt und bewusst (Neben)berufliche Erfahrungen sammeln, und zwar nicht nur im Praktikum, sondern auch bei Sommer- und Nebenjobs oder durch ein Volontariat. Wer auf praktische Skills und Knowhow zurückgreifen kann, die er/sie sich bereits während der Ausbildung aneignen konnte, hat bessere Chancen auf ein höheres Einstiegsgehalt. Natürlich geht es dann aber auch darum, diese Skills bereits in den Bewerbungsgesprächen und der Gehaltsverhandlung durch konkrete und überzeugende Beispiele zu präsentieren.
Und nun zur brennenden Frage: Wie kommt man als Berufsanfänger/in denn mit dem Einstiegsgehalt zurecht? An eine Antwort zu dieser Frage wollen wir uns mit einem Fallbeispiel herantasten. Eines sei vorausgeschickt: Das Fallbeispiel ist keine wissenschaftlich fundierte Studie, noch hat es eine allgemeine, auf jede Situation anwendbare Gültigkeit. Vielmehr ist es der Versuch, sich in die Lage junger Berufseinsteiger/innen hineinzuversetzen.
2️⃣ Reicht das Gehalt? Reality Check mit Fallbeispiel
- Wohnen/Miete, Wasser und Strom machen dabei einen großen Teil der Ausgaben aus – das sind, so geht aus diesen Daten hervor, ca. 41.9% der monatlichen Verbrauchsausgaben
- 15,5% für Lebensmittel
- 10,2% für Verkehr
- 6,8% für Gastronomie/Gastgewerbe
- 5,4% für Erholung/Freizeit/Unterhaltung
- 3,8% für Bekleidung und Schuhe
- 4,1% für Gesundheitspflege
- 2,0 % für Telefon- bzw. Smartphone-Gebühren und Internet
3️⃣ Fallbeispiel

Sind diese Ausgaben (also rund 1.255 Euro) erst mal gedeckt bzw. abgezogen, bleiben Theo/Thea an die 145 Euro übrig, wobei davon in vielen Fällen auch noch andere Ausgaben für Waren oder Dienstleistungen bezahlt werden müssen. Da ist also beim Haushalten und der finanziellen Planung schon Vorsicht geboten!
Das Auskommen mit dem Einkommen hängt natürlich immer davon ab, ob du allein wohnst, ob du in einer WG lebst und die Mietkosten vom Partner/der Partnerin oder den Mitbewohnenden mitgetragen werden, und nicht zuletzt auch von deiner Wohnlage (Stadt/Land/Tal), der lokalen Wirtschaft und deinen eigenen Konsumentscheidungen, die im Moment möglicherweise von der derzeitigen Inflationsrate eingeschränkt sein werden.
Profitipp
Wir wünschen dir viel Erfolg!
