Bist du offen für einen Jobwechsel? Karriere Südtirol hat nachgefragt
Dein Gehalt stimmt nicht? Das Arbeitsumfeld ist nicht unbedingt motivierend und kollegial? Ein Trott, hat sich eingestellt, bei dem du dich mehr langweilst als weiterentwickelst? Dann hast du möglicherweise auch schon mit dem Gedanken gespielt, Job zu wechseln. Du glaubst du bist damit allein? Wir haben in einer Social-Media-Umfrage über 400 Besucher/innen befragt, um herauszufinden, wie viele von ihnen nicht nur gelegentlich von einem beruflichen Umstieg oder Neubeginn träumen, sondern auch tatsächlich für einen Jobwechsel offen sind. Lies weiter, um mehr zu erfahren.
1️⃣Das sagt die Mehrheit


2️⃣Der Wunsch vom Glücklichsein im Job
Hinter dem Wunsch einer beruflichen Veränderung können, wie eingangs schon angedeutet, aber viele Gründe stecken. Und fast immer sind dies nicht einfach Wünsche, die aus einer persönlichen Laune heraus aufkommen:
3️⃣6 Gründe für einen Jobwechsel:
- Angemessene Bezahlung: Mitarbeiter/innen, die das Gefühl haben, nicht leistungsgerecht bezahlt zu werden, keine Aussicht auf eine Gehaltsanpassung/Gehaltserhöhung haben und auch keine relevanten Benefits erhalten, die ihnen beim Sparen helfen, werden sich, in Zeiten hoher Inflation und steigender Lebenshaltungskosten früher oder später nach einem neuen, besser bezahlten Job umsehen

- Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen: Fehlen dem Mitarbeiter/der Mitarbeiterin im Job die Möglichkeit, sich etwa durch Learning on the Job oder interne sowie externe Weiterbildungsprogramme zu entfalten, sind auch die Chancen im Betrieb Karriere zu machen sehr unwahrscheinlich, dann werden sich Mitarbeiter/innen, denen genau diese Punkte wichtig sind, sich nach einem Job sehnen, wo sie ihr Potenzial gedeihen können
- Work-Life-Balance: Wird es für Mitarbeiter/innen wegen des Stundenplanes, der Überstunden oder des langen Arbeitsweges dauerhaft schwierig, Zeit zu finden für Freizeit, wichtige private Termine und Familie, kann das Gefühl aufkommen, nur mehr für die Arbeit zu leben – ein frustrierendes Gefühl, das bei kontinuierlichem, negativem Stress im schlimmsten Fall auch Nährboden für Burnout-Erkrankungen sein kann. Ein Jobwechsel ist nach mehreren erfolglosen Gesprächen mit den Arbeitgebenden dann oft der nächste Schritt
- Arbeitsklima: Ist die Stimmung bei der Arbeit unter den Kollegen/Kolleginnen und/oder mit dem Chef/der Chefin ständig angespannt, geprägt von Lästereien, Konflikten, Lustlosigkeit oder gar von Mobbing und Machtspielen, kann die Arbeit, auch wenn einem die Tätigkeit an und für sich gut taugt, zur Qual werden. Ist auch hier nach Gesprächen und gezieltes Arbeiten an der Kommunikation und Interaktion im Team keine Besserung in Sicht, sehen sich viele Betroffenen verständlicherweise auf dem schnellsten Weg nach einem neuen Job um

- Anerkennung im Job: Zusätzlicher Arbeitsaufwand, Überstunden und Zusatzaufgaben gelten als selbstverständlich und werden weder bezahlt noch durch ein Dankeschön wertgeschätzt? Es gibt keine positive Feedbackkultur im Unternehmen und Mitarbeiter/innen haben das Gefühl, nur eine ersetzbare Nummer zu sein, kein Mitspracherecht- oder Mitgestaltungsmöglichkeiten zu haben? Das Unternehmen verlangt alles von seinen Mitarbeitenden, investiert aber nichts in diese wertvollen menschlichen Ressourcen in Form von Benefits, Teamevents, Aufstiegschancen, Weiterentwicklungsmöglichkeiten, konstruktives Feedback und anerkennende Worte? Dann kann das ein triftiger Grund für einen Jobwechsel sein
- Unzureichende Führungskompetenz der Vorgesetzten: Der Chef/die Chefin hat schlechte Kommunikationsskills, kann nicht gut mit Stress umgehen und handelt in kritischen Situationen unsicher und unprofessionell? Er/sie ist nie da, gerade wenn es seine/ihre Hilfe/Anweisungen am meisten bräuchte und wenn was schiefläuft, teilt er/sie verbal aus? Es gibt keine klare Arbeitsstruktur/Arbeitslinie oder Rollenverteilung und der rote Faden, den er/sie vorgeben und vorleben sollte fehlt völlig? Das sind mitunter Gründe für einen Jobwechsel, bei dem Mitarbeiter/innen in erster Linie den Chef/die Chefin verlassen, und nicht vordergründig das Unternehmen
4️⃣5 Anzeichen, dass du bereit bist für einen Jobwechsel:
- Montagsblues: Ein bisschen Montagsblues nach einem gemütlichen Wochenende ist ganz normal, das zeigt nur, dass du dich auch privat ganz wohl fühlst und die Zeit mit Familie oder Freunden genießt. Steckt da aber vorwiegend der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung dahinter, solltest du den Blues ernst nehmen und dich ganz konkret fragen, wie diese Veränderung aussehen soll. Dabei auch schon durch ein Jobportal zu browsen, kann inspirierend sein und dich schon mal auf den richtigen Weg und das richtige Mindset führen
- Unterforderung: Alles fühlt sich immer gleich an, nichts verändert sich irgendwie geht nichts voran und du ertappst dich, wie du schon morgens um 10 auf die Uhr blickst und dich fragst, warum die Zeit bloß so langsam vergeht. Das sind Anzeichen von Langeweile und Unterforderung. Du wünschst dir mehr Action bei der Arbeit, innovative Thematiken, Tätigkeiten, die dich mehr fordern, involvieren und inspirieren? Dann bist du wohl bereit für einen Jobwechsel
- Nicht dein Traumjob: Was du gerade beruflich machst, hat und wird nie deiner Vorstellung vom Traumjob entsprechen? Du machst die Tätigkeit nur, weil es sich so ergeben hat, weil es andere von dir erwartet haben oder du zu Beginn noch nicht recht wusstest, was dich wirklich interessiert und bewegt? Es ist nicht zu spät, sich nach einem neuen Job umzusehen und die Zügel selbst in die Hand zu nehmen
- Andere Zukunftsperspektiven: Du merkst, hast andere Erwartungen an deine berufliche Zukunft. Vielleicht hast du dir mehr Aufstiegschancen erwartet, merkst dass du am aktuellen Arbeitsplatz eher ausgebremst wirst oder gar wichtige Skills, die du dir aneignen konntest, nicht zum Einsatz kommen oder verloren gehen. Das Gehalt entspricht nicht dem, was es sein sollte, und ermöglicht dir keinen Gestaltungsspielraum für deine persönliche Zukunft (Reisen, die eigenen 4 Wände, Familie, Ausbildung)? Du merkst, in dir steckt doch so viel mehr und die Routine deiner derzeitigen Tätigkeit, droht dieses Potenzial zu verschlucken? Das schreit laut nach: Ich bin bereit für einen Jobwechsel
- Psychosomatische Erscheinungen und erste Burnout Anzeichen: Magenschmerzen, die keine organischen Ursachen zu haben scheinen, Hauterkrankungen, sich häufende Migräne-Attacken, häufige Krankheitsbedingte Abwesenheiten, Angst es nicht mehr zu packen, das Gefühl nur noch weg zu wollen – was du dir vielleicht noch nicht so bewusst bist, dein Körper aber schon längst verstanden zu haben scheint: Diese Arbeit tut dir nicht gut – ändere etwas an deiner beruflichen Situation
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