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Rente im Jahr 2026: Neuerungen für den Renteneintritt in Italien

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Mit der Fornero-Reform vom Jahr 2011, die 2025 wieder aktiviert wurde, wird das Renteneintrittsalter automatisch an die steigenden Lebenserwartungen der Italiener/innen angepasst. Dazu werden Erhebungen zur Lebenserwartung des Statistikinstitutes ISTAT herangezogen. Mit dieser Reform soll das Rentensystem nachhaltig finanziert werden.  Im Jahr 2025 – 2026 sind wegen der stagnierenden Lebenserwartungen durch Covid keine Erhöhung vorgesehen. Direkte Änderungen bezüglich Renteneintrittsalter hat es mit Blick auf die Fornero-Reform also noch nicht gegeben, diese werden erst für 2027 und 2028 erwartet. Welche Neuerungen es dennoch für 2026 gibt, wollen wir in diesem Blogartikel aufzeigen. 

1️⃣ Rentensystem in Italien: Was ist gleich geblieben was hat sich verändert?

Diese Regelungen wurden nicht mehr bestätigt: 

  • Opzione Donna: Die Sonderregelung für Frauen mit mindestens 35 Beitragsjahren und einem Alter von 59 Jahren (2 Kinder) bzw. 59 Jahren (1 Kind) oder 61 (keine Kinder) ist im Jahr 2026 NICHT MEHR in Kraft  

  • Quote 103: Auch diese Sonderregelung, im Alter von 62 mit 41 Beitragsjahren in Rente gehen zu können, ist im Jahr 2026 NICHT MEHR gültig 

 

Welche Regelungen bleiben aufrecht? 

Das erwartet Arbeitnehmer/innen, die 2026 in  Südtirol/Italien in Rente gehen möchten: 

  • Ape sociale: Das ist ein Rentenüberbrückungsgeld, das bis zum 31. Dezember 2026 verlängert wurde. Es ermöglicht bestimmten Kategorien von Arbeitnehmer/innen mit 63 Jahren und 5 Monaten bei 30 - 36 Beitragsjahren vorzeitig in Ruhestand zu gehen. 

  • Altersrente: Damit die Voraussetzungen für die sogenannte Altersrente erfüllt sind, muss der/die Arbeitnehmer/in ein Alter von 67 Jahren erreicht haben sowie mindestens 20 Beitragsjahre aufweisen 

  • Vorgezogene Rente: Frauen können bei 41 Beitragsjahren und 10 Monaten in Rente gehen, Männer mit 42 Beitragsjahren und 10 Monaten. Dies gilt unabhängig vom Lebensalter. Es besteht ein Rentenfenster von 3 Monaten in der Privatwirtschaft. Im öffentlichen Dienst sind es 5 Monate

  • Vorgezogene Rente mit 41 Beitragsjahren: Diese ist dann möglich, wenn eine Langzeitarbeitslosigkeit oder eine Invalidität (mind.74%) besteht oder die Arbeitnehmer/innen einen Beruf ausüben, der in die Kategorie der sog. Schwerarbeit fällt. Auch pflegende Angehörige von Menschen mit Behinderung (G. 104) können in Genuss der vorgezogenen Rente gehen. Vorausgesetzt, die Arbeitnehmer/in kann 41 Beitragsjahre nachweisen sowie mindestens 1 Arbeitsjahr vor dem 19. Geburtstag. Das Rentenfenster ermöglicht einen Rentenbeginn nach 3 Monaten (Privatwirtschaft) und 5 Monaten für Öffentlich Bedienstete 

  • Für Arbeitnehmer/innen, die erst ab 1996 rentenversichert sind gibt es im reinen beitragsbezogenen System noch weitere Rentenmöglichkeiten, die für jeden Einzelfall genau ermittelt werden müssen 

 

Wichtig: Jede Beitragssituation muss individuell analysiert werden, um zu ermitteln, in welche Kategorie der Rentenanwärter/die Rentenanwärterin zuzuordnen ist. Deshalb ist es wichtig, sich als Arbeitnehmer/in von einer Fachstelle beraten zu lassen. Diese Fach- und Beratungsstellen sind stets auf dem aktuellen Stand, was Altersvorsorge in Italien und gesetzliche Änderungen im italienischen Rentensystem anbelangt. Du kannst dich dafür an ein Patronat (zum Beispiel:KVW-Acli, SBB Südtiroler Bauernbund, SGBCISL,Enasco (hds), INAPA (lvh))wenden. Wie die Rentenberechnung abläuft und wie Rentenlücken geschlossen werden können, erfährst du in unserem Blogartikel „ Rente in Italien“.

Rentenalter bald erreicht oder keinen Bock auf Ruhestand? Lies hier nach, warum die Generation 50+ tatsächlich noch sehr wertvoll und begehrt auf dem Arbeitsmarkt sein kann. 

Viel Erfolg! 

Dieser Blogartikel ist kein Ratgeber für Rechts- oder Finanzfragen und kann keine Rechts- oder Rentenberatung ersetzen. Wenden Sie sich bei arbeits- und steuerrechtlichen Fragen oder bei Sachverhalten rund ums Thema Finanzen und Rente daher immer an entsprechende Fachstellen und Experten. Karriere Südtirol übernimmt keine Haftung für getätigte oder unterlassene Aktionen und Entscheidungen, welche auf Basis dieses Blogartikels unternommen werden. 

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