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Tipps für die optimale Geschlechtergleichstellung im Unternehmen

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Geschlechtergleichstellung im Unternehmen: Strategien und Beispiele für eine erfolgreiche Umsetzung

Wenn wir von Geschlechtergleichstellung sprechen, so meinen wir nicht nur ein Ziel für die Gesellschaft, sondern auch einen wichtigen Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Geschlechtergleichstellung ist eng mit dem Thema Diversität verbunden. Studien zeigen, dass vielfältige Teams bessere Entscheidungen treffen, kreativer sind und agiler im Problemsolving. Frauen im Team tragen eindeutig zu dessen Erfolg bei. Trotzdem gibt es in vielen Betrieben immer noch große Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Wir haben mit dem Unternehmen Ivoclar Vivadent Manufacturing GmbH/srl über Geschlechtergleichstellung gesprochen. Im September 2024 hat das Unternehmen eine Zertifizierung von einer offiziellen Zertifizierungsgesellschaft für seine positiven Ansätze und konkreten Maßnahmen zur Geschlechtergleichstellung erhalten. 

1️⃣Die Bedeutung der Geschlechtergleichstellung

Geschlechtergleichstellung im Unternehmen bedeutet, dass alle Mitarbeitenden, unabhängig von ihrem Geschlecht, dieselben Chancen, Ressourcen und Rechte erhalten. Dabei geht es um Aspekte wie: 

• Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit 

• Chancengleichheit bei Beförderungen 

• Vereinbarkeit von Beruf und Familie 

• Schaffung einer inklusiven Unternehmenskultur 


Unternehmen, die Geschlechtergleichstellung fördern, profitieren von einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit, einer geringeren Fluktuation und letztlich von besseren Geschäftsergebnissen, berichtet Barbara Kofler, in ihrer Funktion als Verantwortliche für das Qualitätsmanagementsystem der Geschlechtergleichstellung bei Ivoclar: 

Um gemeinsam besser zu werden, ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Mitarbeitenden aktiv einbringen können. Schon seit langem ist es uns ein großes Anliegen, eine Kultur des gegenseitigen Respekts und der teamorientierten Zusammenarbeit zu schaffen. Vielfalt ist hier ein wichtiges Schlagwort, denn wer diese zu schätzen und schützen weiß, öffnet sich für neue Lösungswege, Synergien und Entwicklung.

Barbara KoflerVerantwortliche für das Qualitätsmanagement der Geschlechtergleichstellung bei Ivoclar

2️⃣Fünf Strategien zur Förderung der Geschlechtergleichstellung

Geschlechtergleichstellung muss als ganzheitliches und in den Unternehmenswerten verankertes Konzept umgesetzt werden – und zwar auf mehreren Ebenen und in mehreren Stufen: 


1. Bewusstsein schaffen und Schulungen anbieten 

Ein erster Schritt zur Förderung der Geschlechtergleichstellung ist die Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Schulungen zu Themen wie unbewusste Vorurteile (Bias) können helfen, auf stereotype Denkmuster aufmerksam zu machen und diese dann auch abzubauen. 

In unserem Unternehmen war und ist es unser Ziel, eine gesunde Basis für Geschlechtergleichstellung zu schaffen: So haben wir eine Gleichstellungspolitik eingeführt und alle Mitarbeitenden zu diesem Thema sensibilisiert. Es ist wichtig, das Vertrauen der Mitarbeitenden in dieser Sache zu gewinnen und sie für das Thema, die Bedeutung und die vielen Facetten der Gleichstellung zu sensibilisieren.

Barbara KoflerVerantwortliche für das Qualitätsmanagement der Geschlechtergleichstellung bei Ivoclar

Diese Facetten der Gleichstellungpolitik reichen u.a. von der Beseitigung von Diskriminierung, über die Förderung von Frauen in Führungspositionen und Sicherstellung der Lohngleichheit bis hin zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wie auch die vom Unternehmen Ivoclar zur Verfügung gestellte Grafik veranschaulicht. 

2. Transparente Rekrutierungsprozesse

Um sicherzustellen, dass alle Kandidaten und Kandidatinnen die gleichen Chancen haben, sollten Rekrutierungsprozesse transparent gestaltet werden. Dies kann durch anonymisierte Bewerbungsverfahren erreicht werden. Ein Unternehmen kann auf diese Weise sicherstellen, dass Bewerber/innen nur auf Basis ihrer Qualifikationen bewertet werden. Diese Maßnahme kann auch dazu beitragen, den Anteil weiblicher Bewerberinnen in technischen Berufen und in bestimmten Tätigkeitsbereichen eines Unternehmens zu erhöhen. 

Der Recruiting Prozess bei Ivoclar ist sowohl im regulatorischen Managementsystem auf globaler Ebene, als auch im Managementsystem der Geschlechtergleichstellung definiert. Stellenbeschreibungen sind geschlechtsneutral, also inklusiv formuliert und auch das verwendete Bildmaterial entspricht diesen Vorgaben. Auch Bewerberprofile werden geschlechtsneutral behandelt und bei der Auswahl der neuen Mitarbeitenden stehen die Tätigkeit und die entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten im Vordergrund. Genauso sind im Vorstellungsgespräch Fragen zu Familienplanung und eventueller Betreuungsverpflichtung tabu.

Barbara KoflerVerantwortliche für das Qualitätsmanagement der Geschlechtergleichstellung bei Ivoclar

3. Mentoring-Programme

Mentoring-Programme können Frauen helfen, sich in ihrer Karriere weiterzuentwickeln und Führungspositionen zu erreichen. Diese Programme sollten Unterstützung und Zugang zu Netzwerken (Networking) anbieten und darauf abzielen, gesellschaftliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, denen Frauen auf ihren Karrierewegen begegnen. 

4. Flexible Arbeitsmodelle

Die Einführung flexibler Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten kann dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Dies ist besonders wichtig für Frauen, die sich um die Kinder oder pflegebedürftige Personen in der Familie kümmern müssen. 

Unser Unternehmen hat schon vor vielen Jahren flexible Arbeitszeitmodelle eingeführt und diese den Bedürfnissen bzw. Arbeitsplätzen entsprechend immer wieder angepasst bzw. ausgeweitet. Diese gelten für alle Mitarbeitenden, unabhängig vom Geschlecht. Damit können Arbeitszeiten so weit als möglich an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Schließlich erfordern dynamische Zeiten auch dynamische Arbeitsmodelle. Auch Smart Working ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeitskultur. Zusätzlich bieten wir seit 2023 gemeinsam mit der Firma Schweitzer Kita-Plätze an, um unsere Mitarbeiter/innen bei der Kinderbetreuung zu unterstützen.

Barbara KoflerVerantwortliche für das Qualitätsmanagement der Geschlechtergleichstellung bei Ivoclar

Diese Flexibilität ist entscheidend für die Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen, und kann den Anteil weiblicher Führungskräfte sogar steigern. 

5. Gleichstellungsziele festlegen

Unternehmen sollten klare Ziele zur Förderung der Geschlechtergleichstellung definieren und regelmäßig deren Fortschritt messen. Dies schafft Verantwortung und Transparenz.  


Das Unternehmen Ivoclar hat dafür ein internes Managementsystem aufgebaut, um die Prozesse, Abläufe und statistischen Daten des Unternehmens in Bezug auf die Geschlechtergleichstellung zu beobachten und zu analysieren. Nur so sei es möglich, erklärt Barbara Kofler, festzustellen, welche Punkte der Gleichstellungspolitik bereits gut umgesetzt werden und wo es Verbesserungspotenzial gebe. Auch die Auditierung sei ein Moment, der einen analytischen Blick auf den Status quo ermögliche, mit dem besonderen Augenmerk auf die Themenbereiche: 

• Kultur und Strategie 

• Governance 

• HR-Prozesse 

• Wachstumschancen und Inklusion von Frauen im Unternehmen 

• Geschlechtergerechte Entlohnung 

• Schutz der Elternschaft und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben  

Die gesamte Organisationsstruktur und alle Arbeitsprozesse sollen dazu beitragen, die Rechte, Freiheit und Würde aller Mitarbeitenden zu den oben genannten Themen zu garantieren. Und weil dies ein Prozess ist, der keineswegs mit der Zertifizierung abgeschlossen ist, wollen wir uns auch weiterhin für Geschlechtergleichstellung einsetzen und dazu beitragen, dass die Arbeitswelt im Allgemeinen ein Stück gerechter wird.

Barbara KoflerVerantwortliche für das Qualitätsmanagement der Geschlechtergleichstellung bei Ivoclar

Mit klaren Gleichstellungszielen und konkrete Maßnahmen können Unternehmen so gemeinsam eine inklusive Kultur schaffen – davon hänge nämlich letztendlich nicht nur der Erfolg eines Unternehmens ab, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, unterstreicht Barbara Kofler. 

ArbeitskulturHR-Management

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