In der heutigen Arbeitswelt rücken angesichts des Fachkräftemangels die Interessen der Arbeitnehmer/innen zunehmend in den Fokus und damit auch das Thema „Employer Branding“, ohne welches man als Unternehmen kaum mehr auf dem Arbeitsmarkt auskommt: Unternehmen müssen sich aktiv als attraktive Arbeitgeber/innen positionieren, damit sie im Wettbewerb um junge Talente der Generation Z nicht auf der Strecke bleiben. Eine starke Arbeitgebermarke hilft nicht nur bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter/innen, sondern auch bei der Bindung und Motivation langjähriger Arbeitskräfte. In diesem Blogartikel geben wir Ihnen Tipps, wie sie sich durch ein ansprechendes Employer Branding Mitarbeiter/innen der Generation Z an Bord holen.
1️⃣ Darum sollten Sie mehr in Employer Branding investieren
Sie fragen sich, warum Sie Ressourcen darin investieren sollen, Ihre Arbeitgebermarke zu optimieren? Hier 6 Gründe:
- Um sich auf der Suche nach neuen und vor allem jungen, qualifizierten Talenten von der Konkurrenz abzuheben. Eine moderne, aber authentische Arbeitgebermarke, weiß, worauf diese Zielgruppe wert legt: Unternehmenskultur, soziale Themen, ökologische Grundhaltung, flexible Arbeitszeiten, alternative Arbeitszeitmodelle, etc.
- Um die Identifikation der Mitarbeiter/innen mit dem Unternehmen zu fördern: Wer sich mit dem Unternehmen identifizieren kann, gemeinsame Werte und Perspektiven teilt, bleibt dem Unternehmen loyal. Die Mitarbeiterbindung wird gestärkt. Die Fluktuation sinkt und Kosten für die Rekrutierung ständig neuer Mitarbeiter/innen werden eingespart
- Für ein effizienteres Recruiting. Unternehmen mit einem positiven Image als Arbeitgeber/in müssen weniger Ressourcen in die Personalgewinnung investieren, da dieses Image oftmals genügt, um sich als attraktiver Arbeitsplatz zu präsentieren. Viele der Talente kommen dann sogar selbst auf diese Unternehmen zu
- Um die Produktivität zu steigern. Ein starkes Employer Branding hat nämlich direkten Einfluss auf die Unternehmenskultur und in der Folge schließlich auch auf die Arbeitsleistung. Mitarbeiter/innen, die sich im Unternehmen wohlfühlen und auch stolz sind auf ihren Arbeitsplatz sind motivierter und arbeiten produktiver
- Um die Talent-Zielgruppe rasch und effizient anzusprechen und zu überzeugen. Besonders Talente der Generation Z informieren sich genau über das Unternehmen, bei dem sie sich bewerben möchten. Unternehmen, die hier nicht schon in den ersten Sekunden mit einer attraktiven, aber authentischen Unternehmensseite punkten, rutschen ganz untern auf die Liste der anzuwerbenden Arbeitsplätze. Gibt es dann noch schlechte Unternehmens- bzw. Employer-Bewertungen im Netz (Arbeitgeberbewertungsportale) werden talentierte Bewerber/innen ihr Glück vielleicht lieber woanders suchen.
- Um das gesamte Markenimage zu stärken. Ein gutes Employer Branding wirkt sich auf den Ruf und somit auf die Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens aus. Dies kann das gesamte Markenimage beeinflussen und auch Auswirkungen auf das haben, was Kunden/Kundinnen und Geschäftspartner/innen vom Unternehmen denken

2️⃣ Aktuelle Trends am Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt hat sich von einem arbeitgeberdominierten zu einem arbeitnehmerorientierten Markt entwickelt. Dies bedeutet, dass Unternehmen sich stärker auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Arbeitnehmenden einstellen müssen, um attraktiv zu bleiben. Einige der wichtigsten Trends sind:
- Schnelligkeit: Recruiting-Prozesse müssen beschleunigt werden, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Recruiting Prozesse optimieren
- Flexible Arbeitsmodelle: Besonders die Generation Z fordert moderne Arbeitsmodelle, die mehr Flexibilität im beruflichen und privaten Leben ermöglichen. Zum Beispiel: Hybrides Arbeiten (Kombination von Büro- und Remote-Arbeit), Vier-Tage-Woche, Gleitzeitmodelle, Homeoffice etc.
- Technologische Transformation: Viele junge Talente sind interessiert, neue Technologien im Arbeitsalltag zu integrieren. Dazu gehört auch Künstliche Intelligenz. Unternehmen, die verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden in der Anwendung von und im Achtsamen Umgang mit KI investieren, positionieren sich als innovativ und zukunftsorientiert
Soft Skills: Unternehmen, die den Fokus auch auf Soft Skills im Recruiting und in der Schulung ihrer Mitarbeiter/innen legen, zeigen, dass sie den Menschen als Individuum wertschätzen und bei Mitarbeiter/innen neben beruflicher bzw. akademischer Bildung auch auf Kommunikationsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und emotionale Intelligenz achten – Skills, die Synergien bei der Arbeit ermöglichen und damit auch wieder Arbeitsweisen und Arbeitsergebnisse optimieren
- Talentpool: Es ist ratsam, auch mit Bewerber/innen, die vielleicht für eine bestimmte Stelle nicht in Frage kamen, in Kontakt zu bleiben, allein schon, um zukünftig offene Stellen effizienter besetzen zu können. Oft stellt sich nämlich heraus, dass Kandidat/in A beispielsweise zwar nicht für die Stelle in der Kundenberatung in Frage kommt, sehr wohl aber hervorragend ins Backoffice oder in einen anderen Bereich passen würde. Personaler/innen, die dann Zugang zu einem Talentpool haben, sind somit im Vorteil
Sie möchten gerne Zugang zu unserem Talentpool haben und Einblick in verschiedene, für Sie vorselektierte Bewerbungsprofile erhalten? Dann sind Sie bei uns an der Quelle. Hier erfahren Sie mehr: Karriere Südtirol Talentpool.
3️⃣ Employer Branding Maßnahmen für die Generation Z
Um die Generation Z erfolgreich anzusprechen, sollten Unternehmen zusammenfassend also folgende Aspekte bei der Optimierung der eigenen Employer-Branding-Strategie beachten:
- Unternehmen sollten ehrlich und transparent kommunizieren und ihre Werte und Unternehmenskultur authentisch präsentieren. Ein unehrliches Bild wird rasch entlarvt und wirkt sich erst recht schlecht auf das Unternehmensimage aus
- Junge Talente wollen für Unternehmen arbeiten, die einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten. Nachhaltigkeit, Diversität und soziale Verantwortung sind Unternehmensgrundsäulen, welche die Generation Z besonders stark einfordert
- Wer sich die Generation Z an Bord holt, muss wissen, welchen Stellenwert ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit für diese jungen Talente einnimmt und dementsprechende Arbeitszeitmodelle ermöglichen
- Wer die junge Generation erreichen will, muss ihre Sprache sprechen und Kanäle bzw. Netzwerke anpeilen, in denen diese jungen Menschen unterwegs sind (Social Media wie Instagram und TikTok). Ausführliche Infos dazu können Sie auch in unserem Artikel über Social Recruiting nachlesen
- Mitarbeiter-Testimonials können authentische Botschafterfunktionen für das Unternehmens übernehmen, indem Mitarbeiter/innen Erfahrungen und Einblicke in den Arbeitsalltag teilen, zum Beispiel durch Mitarbeitervideos auf der Unternehmensseite
- Unternehmen, die ihren Online-Auftritt verbessern wollen, sollten diesen zu einem positiven Nutzungserlebnis machen. Die Candidate Journey beginnt nämlich schon bei der Stellenausschreibung und betrifft das Gesamtpaket von der Unternehmensseite, über Social Media bis hin zum Bewerbungsprozess

Fazit
Employer Branding ist für Unternehmen unerlässlich, um sich im Wettbewerb um junge Talente der Generation Z durchzusetzen. Durch die Berücksichtigung der Werte, Erwartungen und Kommunikationspräferenzen dieser Zielgruppe können Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke aufbauen und langfristig qualifizierte Mitarbeitende gewinnen und binden. Sie sind auf der Suche nach einer Fachstelle, die Sie in Sachen Employer Branding und Recruiting beraten und unterstützen kann? Dann kontaktieren Sie uns gerne.
Viel Erfolg!