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Das Comeback der Handwerksberufe in Südtirol

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Längst überholt ist die Ansicht, dass Erfolg und Karriere nur mit einem Uni- bzw. Hochschulabschluss möglich sind. Viele Handwerksmythen sind längst überholt und entsprechen so gar nicht mehr der beruflichen Realität unserer heutigen Zeit. Gerade in Südtirol können junge Menschen, die sich für einen Handwerksberuf entscheiden, von einem sehr perspektivenreichen Tätigkeitsfeld und einem vielfältigen Stellenmarkt profitieren. Wir zeigen in diesem Blogartikel, warum sich die Berufswahl Handwerk in Südtirol auf jeden Fall auszahlt, und zwar gewiss nicht nur für junge Menschen, die „keinen Bock“ auf Schule haben. 

1️⃣Das sagen die Zahlen übers Handwerk in Südtirol

Die Beschäftigungszahlen des Landesstatistikamtes Astat zeigen, dass im Jahr 2025 41.177 Menschen im Handwerk und Handwerks-verwandten Berufen sowie als Fachkräfte in Land- und Forstwirtshaft und Fischerei tätig waren. 13.370 Berufstätige hingegen arbeiten als Bediener/innen von Anlagen und Maschinen sowie in Montageberufen. Im Jahr 2023 haben sich 3.670 junge Menschen für eine Berufslehre entschieden. Diese Zahl lässt einen Aufwärtstrend gegenüber den Vorjahren feststellen, was für die steigende Attraktivität einer beruflichen Bildung spricht. Besonders im Bereich der Elektrotechnik sind die Lehrlingszahlen, wie der lvh in einem Interview mit der SWZ berichtet, gestiegen. Auch ein Lehrgang für Quereinsteiger/innen soll den Einstieg in diesen spezifischen Bereich fördern.  

Dabei ist Elektrotechnik nur einer von 90 Handwerksberufen in Südtirol (vgl. dazu das Informationsblatt Check it out des hgj). Junge Menschen, die Interesse daran haben, etwas Konkretes zu lernen in Berufen, für die es einen großen Bedarf gibt, finden im Handwerk also ein vielfältiges Tätigkeitsfeld mit sehr guten Ausbildungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven. 

2️⃣ Gute Chancen nach der Lehre

Von Hydrauliker/innen über Maler/innen, Schreiner/innen bis hin zu Metall- und Anlagentechniker/innen und viele andere mehr: Weil viele Betriebe auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften sind, haben Lehrlinge mit abgeschlossener Prüfung sehr gute Chancen, direkt im Betrieb, in dem sie die Lehrlingsausbildung absolvieren, übernommen zu werden oder rasch in einen anderen für diese Ausbildung ausgeschriebenen Posten zu wechseln. Die Lehre umfasst in der Regel in Südtirol folgende Ausbildungsetappen: 

Mit dem Mittelabschluss ist der Erwerb eines Berufsbefähigungszeugnisses über eine 3-jährige Lehre möglich, durch eine 4-jährige Lehreerwirbt man ein Berufsbildungsdiplom. Nach einer absolvierten Meisterausbildung (500 - 1.500 Stunden) wird das Meisterdiplom erworben. Seit März 2025 ist der Meisterbrief bzw. das Meisterdiplom sowie der Titel der Handelsfachwirte in Südtirol dem Bachelorabschluss gleichgestellt (vgl. dazu: News Artikel des lvh vom 31.03.2025). Mit dem Meister in der Tasche, können sich weitere Türen öffnen, wie zum Beispiel der Schritt in die Selbständigkeit bzw. Gründung des eigenen Handwerksbetriebes. 

Das Berufsbefähigungszeugnis kann alternativ auch über eine 3-jährige Berufsfachschule erworben werden, das Berufsbildungsdiplom hingegen über eine 4-jährige Berufsfachschule, mit der Möglichkeit auch ein 5. Jahr für den Maturaabschluss (Berufsmatura) dranzuhängen.  

Ausführliche Informationen zu den Ausbildungswegen findest du auf der Webseite des lvh

Viele Handwerksbetriebe fördern ihre Lehrlinge und Fachkräfte außerdem über Weiterbildungen, Meisterkurse und spezielle Zuschüsse sowie Benefits, was das Arbeiten in Handwerksunternehmen attraktiver macht. 

Neugierig, wie die Einstiegsgehälter für Lehrlinge und die Gehaltsentwicklungen fürs jeweilige Berufsbild aussehen? Dann wirf gerne einen Blick auf die Gehaltstabellen von Karriere Südtirol und in unsere Videoserie „ Was verdient ein X. “

3️⃣ Warum sich eine Lehre im Handwerk lohnt

Eine Handwerkslehre in Südtirol bietet gleich mehrere Vorteile. Du lernst einen anerkannten, staatlich geschützten Beruf. Du kannst viel praktisch Arbeiten und Konkretes umsetzen, siehst klare Ergebnisse. Die meisten Handwerksunternehmen bieten geregelte Arbeitszeiten, viele von ihnen sogar mit interessanten flexiblen Arbeitszeitmodellen, die sich den modernen Anforderungen der heutigen Zeit anpassen. So ist zum Beispiel die 4-Tage-Woche gar nicht mal mehr so undenkbar, wie du in unserer HR-Erfolgsgeschichte nachlesen kannst. Kollektivverträge garantieren dir außerdem ein sicheres, stabiles Einkommen. Und mit dem Meisterbrief in der Tasche, eröffnen sich dir, wie oben angedeutet, weitere spannende Karrierewege: 

  • Selbständigkeit mit Gründung eines eigenen Handwerksbetriebes und der Möglichkeit selbst Lehrlinge auszubilden 

  • Führungsposition als Werkstattleiter/in, Produktionsleiter7in oder technische Leiter/in 

  • Betriebsübernahme: Meister/innen sind oft die ersten Kandidaten und Kandidatinnen, für die Nachfolge eines bestehenden Südtiroler Handwerksbetriebes 

  • Unternehmensführung: der Meisterkurs bildet dich auch für Managementaufgaben aus 

4️⃣Handwerk-Jobs in Südtirol

Für junge Menschen, aber auch Quereinsteiger/innen, die Wert auf eigenverantwortliche Arbeit, klare Perspektiven und einen sicheren Berufsabschluss legen, ist eine Lehre im Handwerk in Südtirol ein sehr sinnvoller und zukunftssicherer Weg, der durch technologischen Fortschritt und Digitalisierung auch viel Raum für Innovation und Abwechslung bietet.  

Du suchst nach einer freien Stelle im Handwerk in Südtirol? Dann schau dich auf unserem Karriere Portal handwerk-jobs.it um und kontaktiere unsere kostenlose, professionelle Talentberatung für konkrete Unterstützung bei der Suche nach einer Stelle, die zu dir passt. Übrigens findest du auf dem Jobportal auch Lehrstellen

Arbeitsleben

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