Welche Personalkennzahlen können für ein Unternehmen wichtig sein?
- Krankheitsausfälle: Krankheitstage/Jahr/Mitarbeiter
- Fluktuationsrate: Abgänge/Personalstand oder [Abgänge + Zugänge]/Personalstand
- Overhead: Verwaltungsmitarbeiter/Personalstand
- Altersstruktur: Durchschnittsalter und Median-Alter der Belegschaft oder genauer: Anteil Belegschaft pro Altersklasse (bis 20, 20-29, 30-39 etc.)
- Betriebstreue: Durchschnittliches Dienstalter der Mitarbeiter
- Überstundenintensität: Durchschnittliche Überstunden pro Mitarbeiter pro Monat oder pro Jahr
- Lohnkostensumme: Personalkosten pro Monat oder pro Jahr
- Lohnkosten: durchschnittliche Personalkosten pro Vollzeitäquivalent
- Nettolöhne: durchschnittlicher Nettolohn pro Vollzeitäquivalent
- Unfall-Ausfallquote: Ausfalltage durch Arbeitsunfälle/Personalstand
- Arbeitsunfall-quote: Arbeitsunfälle/geleistete Arbeitsstunden * 1.000.000
- Mitarbeiterzufriedenheit: interne Umfrage (z.B. würdest Du deinen Freunden empfehlen hier zu arbeiten? Kannst du dir vorstellen bis zum Rentenalter im Betrieb zu bleiben?)
- Bewerberintensität: Anzahl Bewerber pro Stellenausschreibung
- Weiterbildungsintensität: durchschnittliche Aus- und Weiterbildungstage pro Mitarbeiter
- Weiterbildungskosten: durchschnittliche Weiterbildungskosten pro Mitarbeiter
- Personalproduktivität: Wertschöpfung / Gesamter Personalaufwand
- Geschlechtsverteilung: Anzahl Mitarbeiter jeweiliges Geschlecht / Gesamtanzahl Mitarbeiter (auch pro Bereich)
Welche Kennzahlen zählen vor allem im Bereich Recruiting?
- Time-to-hire: durchschnittliche Tage von Stellenausschreibung bis Einstellung Mitarbeiter
- Cost-per-hire: durchschnittliche Kosten, die eine Einstellung verursacht (Bewerbungs- und Onboardingprozess)
- Time-to-interview: Zeit von Bewerbung bis zum 1. Bewerbungsgespräch pro Bewerber
- Cost per Application: durchschnittliche Kosten pro Bewerbung im Ausschreibungs- und Bewerbungsprozess
- Retention Rate: Anteil der neuen Mitarbeiter, die nach Probezeit angestellt bleiben
- Besucherzahlen auf Karriereseite: Seitenaufrufe (pro Stellenanzeige und insgesamt) und individuelle Zugriffe (zielt auf Anzahl einzelner Personen, ohne Mehrfachzugriffe ab)
- Quellen und Kanäle: woher kommen die Bewerbungen? (Online Stellenportale, Empfehlung von Mitarbeitern, Zeitungsinserate, Radiowerbung etc.)
- Abbruchquote: Wie viele Bewerbungen werden auf der Karriereseite begonnen, aber abgebrochen und nicht versendet?
- Absprungquote: Wie viele Bewerber springen im Bewerbungsprozess ab? (z.B. weil Bewerbungsprozess zu lang war und sie ein anderes Angebot angenommen haben)
- Social Media Reichweite: Wie groß ist die Rechweite von Social Media bei Job-Postings?
- Kandidatenpool: Wie viele Kandidaten habe ich für evtl. zu besetzende Stellen
Kennzahlen sinnvoll vergleichen
- Zeitreihenvergleich: Die Kennzahlen werden periodisch mit vergangenen Werten des eigenen Unternehmens verglichen, um eine Verbesserung oder Verschlechterung festzustellen
- Benchmarking: Die eigenen Kennzahlen werden entweder innerhalb des Unternehmens (auf Abteilungs- oder Standortebene) oder mit den Branchen- und Mitbewerber-Kennzahlen verglichen.
- Zielabweichung: die Ist-Kennzahlen werden mit den Soll-Werten verglichen, um die Zielerreichung festzustellen.

Er berät Unternehmen zum Thema Controlling und bietet Controlling als Service an.
