Vorbildhafte Unternehmen

#südtirolhältzusammen

Vorbildhafte Südtiroler Unternehmen

#südtirolhältzusammen

Da bekommt man Gänsehaut! Wenn man dieser Tage den Zusammenhalt in Südtirols Bevölkerung sieht, ist man großteils schon sehr gerührt. Nachbarschaftshilfen werden angeboten, alle rufen gemeinsam zum Daheimbleiben und sogar zu kollektiven Aktionen auf. Fast genauso faszinierend – und oftmals leider zu wenig beachtete – sind die Aktionen, mit denen einige Unternehmen aus Südtirol auf diesen Corona-Notstand antworten.

 

In diesen so schwierigen Zeiten wollen wir zunächst unsere Anteilnahme allen betroffenen Unternehmern und natürlich auch allen betroffenen Arbeitnehmern zum Ausdruck bringen, die durch die Corona-Krise zum Teil stark beeinträchtigt werden. Wir sind uns dessen bewusst, wie schwierig diese Unterbrechung ist: Ganze Sektoren müssen ihre Tätigkeit unterbrechen, Produktionen werden gestoppt. Die mittel- bis langfristigen Folgen sind noch gar nicht abzuschätzen. Und dennoch zeigen Südtiroler Unternehmen auch in dieser Krise einmal mehr, dass sie aus besonderem Holz geschnitzt sind. Weil sie mit verschiedenen Ideen Covid-19 den Kampf ansagen.

Die Oberalp-Gruppe stellt auf Schutzbekleidung um

Der Inhaber und Präsident der Oberalp Gruppe, Heiner Oberrauch, konnte mit bestehenden Partnern in Asien die Produktionen umstellen und so in kürzester Zeit 1,5 Millionen Einwegschutzmasken und 1 Million Einwegschutzmäntel dem Südtiroler Sanitätsbetrieb und dem Zivilschutz zur Verfügung stellen.

Die Wochenproduktion von 50.000 Masken und 800 Schutzmäntel half der Südtiroler Sanität über den ersten Engpass hinweg. Gleichzeitig hat Oberalp über seinen Lizenzpartner in der chinesischen Stadt Xiamen insgesamt 20 Millionen medizinische Schutzmasken und 600.000 Schutzausrüstungen besorgt und in einer einzigartigen Zusammenarbeit mit Austrian Airlines und der Regierung Österreich über Wien eingeflogen. In einer außergewöhnlichen Aktion wurden dafür zwei Passagier Jets Boeing 777 für den Warentransport verwendet, wobei auch alle Sitze des Passagierraums mit Kartonen befüllt wurden. Der Landeshauptmann von Südtirol hatte bei Bundeskanzler Sebastian Kurz um Hilfe gebeten, da die Transportflüge für die in China bereitgestellte Ware erst in 8 Tagen zur Verfügung gewesen wären. Damit keine Zeit verloren geht, brachte Österreich innerhalb von 24 Stunden eine Luftbrücke nach Xiamen auf den Weg.

Ab Wien stellte sich das Unternehmen FERCAM aus Bozen bereit, die Ware in einem Konvoi kostenlos bis ins Oberalp-Gebäude in Bozen Süd zu liefern.

 

 

Bettenhaus Schenk produziert Atemschutzmasken

Nach der Schließung aller Gaststätten in Südtirol stand das Bettenhaus Schenk vor einer großen Herausforderung. Der Hotelausstatter aus Burgeis stellte ihre Produktion kurzerhand auf die Produktion von Atemschutzmasken um. Die Aktion soll vor allem sozialen Einrichtungen, Altenheimen etc. zu Gute kommen, denen die Masken kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

 

CAFA produziert jetzt Desinfektionsmittel

Aufgrund der großen Nachfrage, war ziemlich schnell klar, dass Desinfektionsmittel überall ausverkauft ist und auch der Sanitätsbetrieb steuerte laut Medienberichten auf Engpässe zu. Die Obstgenossenschaft CAFA in Algund hat sich dieses Thema zu Herzen genommen und stellt im Haus anhand eines natürlichen Verfahrens zwischen 800 und 1.000 Liter Desinfektionsmittel pro Tag her. Das Mittel wird an das Landeszivilschutzzentrum ausgegeben und von dort zentral an Krankenhäuser und Altersheime verteilt. Privaten wird dieses Desinfektionsmittel derzeit noch nicht zur Verfügung gestellt.

 

TexMarket beliefert Südtirol mit Kopfschlauchtücher

Das Bozner Unternehmen TexMarket/Cottontex hat den Zivilschutz mit 150.000 Kopfschlauchtüchern beliefert. Diese werden um den Hals getragen und können über Mund und Nase gezogen werden, wenn man spricht. In Rumänien produziert und geliefert, kommen diese vor allem an stark besuchten Orten zum Einsatz bzw. werden dort ausgeteilt (Supermärkte, Tabaktrafiken etc.). Besondere Herausforderung in Zeiten der Corona-Krise bei der Lieferung war auch der Transport von Rumänien über die Grenzen. Um hierbei Risiken auszuschließen wurde ein Sonder-Transport organisiert.

 

Südtiroler Sparkasse spendet an Sanitätsbetrieb und Caritas

Die Südtiroler Sparkasse hat beschlossen, zwei Spendenbeträge in Höhe von je 250.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um einen Beitrag in diesem schwierigen Notstand zu leisten. Die Sparkasse spendete den ersten Teil an die Caritas, die bedürftigen Menschen hilft, welche infolge des Coronavirus-Notstands in Schwierigkeiten geraten sind.

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Der zweite Beitrag hingegen zielt darauf ab, die Tätigkeiten des Sanitätsbetriebs zu unterstützen, der in diesen dramatischen Tagen medizinische und pflegerische Höchstleistungen vollbringt, um jenen eine wirksame Hilfe zu leisten, die sie benötigen. “In diesen Wochen wird es außerdem möglich sein, bei Bargeldabhebungen an unseren Geldautomaten 1 Euro für die Caritas und für den Sanitätsbetrieb zu spenden. Unsere Bank ist sich bewusst, dass die schwierige Phase, die wir durchleben, auch dank der Anstrengungen der Institutionen, die sich in vorderster Linie befinden, überwunden werden kann.” heißt es in einer Aussendung der Südtiroler Sparkasse.

 

Internet Provider stocken kostenlos auf

Derzeit läuft das Internet heiß. Arbeit, soziale Kontakte, Zeitvertreib: alles läuft übers Internet. Um in dieser schwierigen Zeit mitzuhelfen haben sich die Brennercom und auch die Stadtwerke Bruneck dafür entschieden, die Bandbreite kostenlos zu erhöhen und somit den Menschen ein schnelleres Internet zur Verfügung zu stellen.

 

Karriere Südtirol launcht #Südtirolhältzusammen

Weil auch wir unseren Beitrag leisten möchten, die Südtiroler Wirtschaft und im Besonderen all jene Organisationen und Betriebe zu unterstützen, die aufgrund von Covid-19 an ihre Grenzen stoßen, haben wir uns etwas Spezielles einfallen lassen. Leider fehlt uns das Know-How, Schutzkleidung, Desinfektionsmittel oder ähnliche Hilfsgüter zu produzieren.
Dafür haben wir in weniger als 24 Stunden eine Jobplattform namens #Südtirolhältzusammen programmiert und online gestellt. Diese Plattform ist in erster Linie ein karitatives Projekt. Lebensmittelgeschäfte, Pflegeeinrichtungen, Telefonseelsorgen, etc. benötigen JETZT dringend Unterstützung. Freiwillige, die in der Krise mithelfen wollen, finden auf https://suedtirol-zusammen.com/ schnell und unkompliziert Möglichkeiten, wo sie mit anpacken können – immer nach dem Motto: “Egal wo – Dein Beitrag kann Großes bewirken!”

 

Es sind schwierige Zeiten, die jeder auf seine Art und Weise zu meistern versucht. Der größte Respekt geht dabei natürlich an die Personen an vorderster Front: Ärzte, Kranken- und Pflegepersonal, Mitarbeiter und Freiwillige des Weißen und Roten Kreuzes, der Caritas und anderer Organisationen, aber genauso allen, die sich um die Versorgung von Lebensnotwendigen Gütern kümmern. Ihr seid die Besten!

Was uns aber auch fasziniert ist, wie Südtirols Unternehmen mehr denn je Initiativen zeigen, die ihresgleichen suchen. Weil “Stillstehen”, “Trübsal-Blasen” und “in Ohnmacht fallen” nicht zu den Stärken von Südtirols Vorzeige-Unternehmen gehört, haben sie etwas gegen die Corona-Krise unternommen.
Wir sind stolz auf so viel Unternehmergeist.

Weil wir uns bewusst sind, dass die Liste nicht vollständig ist und der Unternehmergeist sogar noch vielfältiger ist, dürfen gerne weitere Beispiele eingefügt werden. Du arbeitest in einem Unternehmen oder kennst eines, das es verdient hat, hier erwähnt zu werden? Dann schreib uns an: info@karriere-suedtirol.com.

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