Dauerstress am Arbeitsplatz: Diese 10 Tipps helfen

Dauerstress am Arbeitsplatz: Diese 10 Tipps helfen

Eine aktuelle Studie zeigt auf: 

Südtirols Beschäftige leben zum Teil unter einer sehr großen Stressbelastung – die Schattenseite der aktuellen Wirtschaftslage

Das Arbeitsförderungsinstitut AFI hat zusammen mit dem Institut für Arbeitsunfallversicherung INAIL eine Studie durchgeführt und gefragt, wie hoch der Stress für Südtiroler im Job-Alltag ist. Das Ergebnis: Viele Arbeitnehmer leiden hierzulande unter der Stressbelastung, was unangenehme Auswirkungen haben kann.

„Unser Test soll das Bewusstsein für die eigene Stresssituation schärfen. Er beruht auf konsolidierten Erfahrungswerten und ist nicht nur Ausdruck eines momentanen Gefühls“, betont AFI-Präsident Dieter Mayr. Insgesamt wurden rund 10.000 Fragebögen ausgefüllt, weshalb die erhobenen Daten ein sehr detailliertes Stimmungsbild abgeben.

Es gibt mehrere Faktoren, die zur Stressbelastung am Arbeitsplatz führen. Ein großer Punkt ist der wohl prominenteste Stressfaktor, nämlich die hohe Arbeitsbelastung. Lange Arbeitszeiten, großer Termindruck, zu viel Arbeit zu erledigen und aufgrund der Vollbeschäftigung manchmal zu wenige Mitarbeiter – das sind Probleme, die sich quer durch alle Branchen und Berufsgruppen ziehen.

Ständiger Stress: Die Auswirkungen

Stress im Job rührt aber nicht alleine aus der hohen Belastung. Wie aus der eingangs erwähnten Studie hervorgeht, leiden die Hälfte der Südtiroler Teilnehmer an der schlechten Atmosphäre am Arbeitsplatz und haben Probleme in den sozialen Beziehungen. Gemeint ist dabei das Verhältnis sowohl zu den Arbeitskollegen als auch zum Chef. Konkret fühlen sich viele Arbeitnehmer von den Mitarbeitern nicht ausreichend unterstützt oder vom Vorgesetzten schlecht behandelt.

Ständiger Stress ist nicht nur kontraproduktiv für die Arbeit, sondern kann auch gesundheitsschädigend sein. Zu den körperlichen Erkrankungen zählen Schlaganfälle, Herzinfarkte oder erhöhte Unfallgefahr durch Konzentration. Aber auch Grippeerkrankungen durch ein geschwächtes Immunsystem, Depressionen oder Burn Out sind Folgen von Stress. „Nur wer sich den Stress-bezogenen Gefahren bewusst ist, kann etwas dagegen unternehmen und dadurch das Risiko für Arbeitsunfälle, Krankheitstage und Fehlzeiten senken – letztlich spart das der Allgemeinheit bares Geld“, erklärt Sebastian Wieser von der INAIL Bozen.

10 Tipps, um Stress abzubauen

Es gibt verschiedene kleine Maßnahmen, die helfen, den Stress abzubauen. Unter Berücksichtigung dieser 10 Tipps wird es Ihnen schon bald besser gehen:

1. Betrachten Sie die Arbeit als normalen Bestandteil des Lebens. Es wirkt sich negativ aus, wenn man bereits am Montag auf das nächste Wochenende wartet oder sich am Sonntag schon vor der Arbeit graut.

2. Analysieren Sie ihre individuellen Arbeitsabläufe. Erstellen Sie schriftliche Arbeitspläne und überprüfen Sie von Zeit zu Zeit Ihre Prioritäten. Immer einplanen: Die Pufferzeit für Erledigungen von Unvorhergesehenem.

3. Das Arbeitsklima ist schlecht, die Beziehung zu den Kollegen schwierig? Dann nehmen Sie Konflikte wahr und besprechen die Ursachen mit den Beteiligten. Probleme sollten gemeinsam gemeistert werden. Ein offenes Gespräch kann oft Wunder wirken. Auch, weil unverarbeitete Konflikte die Leistungsfähigkeit und das Konzentrationsvermögen beeinträchtigen.

4. Pausen sind das A und O: Auch wenn sich die Mittagspause für Einkäufe anbieten würde, gönnen Sie sich Ruhe und Entspannung. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

5. Der Körper gibt Signale für zu viel Stress. Halten Sie von Zeit zu Zeit inne, um Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag oder Verkrampfungen wahrzunehmen. Kurzzeitig Abstand zur momentanen Tätigkeit nehmen kann helfen, sich danach umso mehr zu konzentrieren.

6. Bewegung, Bewegung, Bewegung: Damit der Körper eventuell angestaute Energien wieder abbauen kann, sind vor, nach oder auch während der Arbeit sportliche Betätigungen jeder Art geeignet. Dazu gehören Laufen, Rad fahren, Schwimmen, Ballsportarten oder einfach nur Spazierengehen.

7. Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Und: Nehmen Sie sich genügend Zeit, um in Ruhe zu essen.

8. Jedem Arbeitnehmer steht ein Urlaub zu – nutzen Sie ihn. Verreisen Sie regelmäßig und planen verlängerte Wochenenden ein. Das hilft, Abstand zu bekommen und neue Motivation zu gewinnen.

9. Kein Freizeitstress! Sie haben schon während der Arbeit genug um die Ohren? Dann verzichten Sie darauf, auch noch in ihrem Privatleben von Termin zu Termin zu eilen.

10. Der Ausgleich im privaten Umfeld ist enorm wichtig: Wenn sie mit ihrer Familie, dem Partner oder den Freunden sind, legen Sie das Handy und die Arbeit weg. Auch ein Haustier kann oft eine positive Wirkung haben.

 

 

Jeder weiß, wie viel Zeit er/sie bei der Arbeit verbringt. Un ja, Arbeit ist in vielerlei Hinsicht ein wichtiges Element im Leben. Dennoch leben wir in einem Land, dessen Burn-Out-Rate besorgniserregend hoch ist – bei vielen die Verzweiflung am Arbeitsplatz genauso. Sobald der eigene Arbeitsplatz überwiegend negativ assoziiert wird, sogar Angstzustände entstehen können, sollte man umdenken und nach neuen Optionen Ausschau halten. Die aktuelle Arbeitsmarktsituation gibt es her!

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