Einstellung von Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung

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Wer als privater Arbeitgeber seit dem letzten Jahr eine oder mehrere Personen mit Behinderung als Arbeitnehmer neu angestellt hat oder Inhaber eines Betriebes ist, welcher Personen mit Behinderung als mitarbeitende Familienmitglieder seit dem letzten Jahr beschäftigt, kann bis zum 31. August jeden Jahres um eine Förderung ansuchen.

Voraussetzung dafür ist, dass die eingestellte Person eine anerkannte Zivilinvalidität von mindestens 46 Prozent oder eine Arbeitsinvalidität von mindestens 34 Prozent aufweist und ihren Wohnsitz in Südtirol hat. Zudem darf die eingestellte Person keiner anderen Tätigkeit nachgehen.

Der Arbeitgeber kann die invalide Person mit einem unbefristeten oder befristeten Arbeitsvertrag aufnehmen.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden jene Arbeitgeber, welche entweder mehr als 14 Beschäftigte eingestellt haben und somit Menschen mit Behinderung einstellen müssen (Pflichteinstellung) oder jene Arbeitgeber, welche unabhängig von der Größe ihres Betriebes freiwillig Menschen mit Behinderung einstellen (freiwillige Einstellung). Die Förderung ist nicht mit anderen Förderungen kumulierbar, welche ebenfalls die Anstellung von Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung betreffen.

Finanzielle Vorteile

Wird ein Zivilinvalide oder eine Person mit Behinderung eingestellt, welche eine anerkannte Zivilinvalidität von mindestens 46 Prozent oder eine Arbeitsinvalidität von mindestens 34 Prozent aufweist, ihren Wohnsitz in Südtirol hat und zudem keiner anderen Tätigkeit nachgeht, so wird ein Beitrag gewährt. Die Höhe des Beitrages hängt vom Bruttolohn des Arbeitnehmers sowie von seiner Invalidität (Prozentsatz und Art der Beeinträchtigung) ab:

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Häufig gestellte Fragen

Im folgenden Abschnitt finden Sie einige der häufigsten Fragen rund um das Thema “Einstellung von Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung”. Falls Sie anschließend noch Fragen haben, steht Ihnen die Vereinigung der Zivilinvaliden (ANMIC Südtirol) gerne zur Verfügung.

1. Einstellung

Wann müssen Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung eingestellt werden?

Die Einstellung von Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung ist lt. Staatsgesetz Nr. 68 vom 12. März 1999 dann Pflicht, wenn private und öffentliche Arbeitgeber mehr als 14 anrechenbare Beschäftigte haben.

Hat der Arbeitgeber weniger als 14 Beschäftigte angestellt, so kann er auch freiwillig Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung einstellen.

In beiden Fällen können Arbeitgeber unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen eine Förderung erhalten, wobei diese bei freiwilliger Einstellung höher ausfällt. Die Förderung kann jährlich bis zu 7.500 Euro betragen.

In welchen Bereichen können Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung eingestellt werden?

Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung können grundsätzlich in allen Bereichen eingestellt werden. Welche dies sind, hängt von der Art und der Schwere ihrer Einschränkung, ihren persönlichen Fähigkeiten und der Ausbildung ab.

Beispielsweise können blinde oder motorisch eingeschränkte Personen computergestützte Tätigkeiten ausüben; Personen mit psychischen Erkrankungen (z.B. Depression) können dagegen auch schweren körperlichen Tätigkeiten nachgehen. Leichte Einschränkungen (z.B. eine Störung des Verdauungsapparats) führen entsprechend auch zu einer größeren Breite an möglichen Einsatzgebieten. Forschungsergebnisse zeigten, dass Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung überdurchschnittlich stark motiviert sind. Eine hohe Motivation führt zu besserer Qualität, einem freundlicheren Umgang mit Kunden, höherer Loyalität und konstanter Leistung.

Gibt es Ausnahmen?

Grundsätzlich können Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung jeden Beruf ausüben, vorausgesetzt, die Arbeit ist mit ihrer Beeinträchtigung vereinbar.

Wo finde ich den passenden Mitarbeiter?

Dank unserer neuen Erweiterung können Arbeitgeber ihr Jobinserat direkt so inserieren, dass es für Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung auf einem Blick ersichtlich ist.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, Ihr Inserat in der Zeitschrift „iB. incontrarsi-Begegnung“ zu veröffentlichen (Auflage: 10.000 Exemplare). Diese wird von der Vereinigung der Zivilinvaliden (ANMIC Südtirol) zwei Mal jährlich an tausende potenzielle Arbeitnehmer in Südtirol direkt nach Hause geschickt und liegt in Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen auf.

Werden Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung speziell versichert oder angemeldet?

Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung werden auf dieselbe Weise versichert wie Menschen ohne Behinderung: Sie werden unfall- (INAIL), renten- (NISF) und krankenversichert.

Was verdient ein Zivilinvalide oder eine Person mit Behinderung?

Ein Zivilinvalide oder eine Person mit Behinderung wird auf dieselbe Art und Weise entlohnt wie ein Arbeitnehmer ohne Behinderung. Arbeitnehmer mit Behinderung und aus den „geschützten Kategorien“ müssen wirtschaftlich und rechtlich so behandelt werden, wie es vom Gesetz und vom jeweiligen Kollektivvertrag vorgesehen ist. Auch für sie gilt der vorgeschriebene Mindestlohn, welcher je nach Ausbildungsgrad und Berufserfahrung erhöht werden kann.

2. Vorteile

Welche finanziellen Vorteile resultieren aus einer Einstellung?

Wird ein Zivilinvalide oder eine Person mit Behinderung eingestellt, welche eine anerkannte Zivilinvalidität von mindestens 46 Prozent oder eine Arbeitsinvalidität von mindestens 34 Prozent aufweist, ihren Wohnsitz in Südtirol hat und zudem keiner anderen Tätigkeit nachgeht, so wird ein Beitrag gewährt. Die Höhe des Beitrages hängt vom Bruttolohn des Arbeitnehmers sowie von seiner Invalidität (Prozentsatz und Art der Beeinträchtigung) ab (siehe Tabelle oben).

Was muss ich dafür machen?

Um einen Beitrag für die Anstellung von Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung zu erhalten, müssen zwei Ansuchen bei der Dienststelle für Arbeitsintegration der Autonomen Provinz Bozen eingereicht werden:

  • Das Ansuchen um die Gewährung des Beitrages muss jedes Jahr innerhalb 31. August gestellt werden.
  • Das Ansuchen um Auszahlung des im Vorjahr gewährten Beitrages muss innerhalb 30. April eines jeden Jahres gestellt werden.
Wie lange kann ich von diesen Vorteilen profitieren?

Ähnlich wie die Höhe des Beitrages, hängt auch seine Dauer von der Art der Beeinträchtigung und vom Invaliditätsgrad des Arbeitnehmers ab. Der Beitrag kann bis zu einer Dauer von 25 Jahren ausgezahlt werden.

iB. incontrarsi – Begegnung

In der offiziellen Zeitschrift “iB. incontrarsi-Begegnung”, die zwei- bis dreimal jährlich mit einer Auflage von je 10.000 Exemplaren erscheint, veröffentlicht die ANMIC Südtirol die wichtigsten lokalen, nationalen und rechtlichen Neuerungen rund um das Thema Zivilinvalidität.

Ausgabe 29 (2)

Neben aktuellen Themen wie Rechte der Zivilinvaliden und Gesetzesänderungen umfasst die Zeitschrift “iB. incontrarsi-Begegnung” auch einen Stellenmarkt.

Dort werden Stellenanzeigen von Unternehmen gelistet, welche Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung über die Möglichkeit einer Anstellung informieren.

Hier können Sie die ersten acht Seiten der letzten Ausgabe lesen:

Wer ist die ANMIC Südtirol?

Die Vereinigung der Zivilinvaliden (ANMIC Südtirol) ist eine gemeinnützige Organisation ohne Gewinnabsichten (ONLUS), die auf Staats- und Landesebene seit 1965 bzw. 1994 anerkannt ist. Als die einzige rechtliche und gesetzliche Vertretung der Zivilinvaliden und -versehrten vertritt die ANMIC Südtirol diese bei öffentlichen Ämtern sowie in privaten Betrieben, damit die Südtiroler Zivilinvaliden und -versehrten vollständig in den sozialen sowie beruflichen Alltag integriert werden.

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